Bleiverglasungen selber machen ...
Bei Verglasungen mit
Bleiprofilen wird die Verbindung zwischen den einzelnen Glasstücken mit Ruten aus Blei hergestellt - eine jahrhunderte alte Technik. Bleiverglasungen selber machen ist nicht allzu schwer. Das traditionelle Glas für wertvolle Bleifenster ist das
Echt-Antikglas, bzw das
mundgeblasene Neu-Antikglas. Einfachere Mosaikverglasungen, z.B. Jugendstil-Verglasungen, sind auch oft mit
Tischkathedralglas angefertigt, häufig in Kombination mit
Ornamentgläsern.
Vorteil der Verglasung mit Bleiprofilen: Streng geometrische Fenster, wie z.B. Rechteck- oder Rautenverglasungen wirken schön, wenn sie in der Bleiverglasungstechnik hergestellt werden. Die Bleiruten können vor dem Verlöten nochmals gerichtet werden, d.h. man kann die Bleistege in beschränktem Maße sauber gerade oder in perfekten Bögen ausrichten. Die Bleiverglasungen können auch durch
Windeisen verstärkt werden, welche die (Wind-) Last aufnehmen. Ein Bleiglas-Fenster beult sich erst aus, bevor ein Glasteil bricht. Ein in Tiffanytechnik hergestelltes Fenster beult sich nicht aus - aber bei zu grosser Last bricht das Glas. Tiffanylötnähte wirken immer etws "bollerig" - sauber ausgerichtete Bleiruten sehen dagegen eleganter aus. Entsprechende
Vorlagenbücher können Sie bei uns kaufen.
Nachteil der Bleiverglasungstechnik: Das Glas muss relativ genau zugeschnitten werden, damit stabile Bleiverglasungen entstehen. Kleinste 3-dimensionale Objekte sollte man lieber in der
Tiffanytechnik herstellen.
Hinweis: Halten Sie den Arbeitsplatz sauber und waschen Sie die Hände nach der Arbeit. Blei darf nicht in den Körper aufgenommen werden ! Bleireste sowie Lötzinnreste können Sie sammeln und z.B. beim örtlichem Schrott-Händler abgeben oder uns in einem freigemachten Paket zur Entsorgung zusenden.