Werte Kundschaft - unser Shop Glas-per-Klick hat nun ausgedient und Artikel sind nur noch bestellbar über unseren neuen Shop: www.schreiberglas.de
Auch wir haben uns an das modernere Shopsystem von schreiberglas.de erst gewöhnen müssen - habe mittlerweile jedoch die neuen Funktionen, wie Filter nach Farbe, Größe etc. schätzen gelernt.
Falls Sie dort Artikel vermissen, lassen Sie es uns wissen! Wir werden ab Januar 2026 dann nach Möglichkeit Ihren Anregungen nachkommen.
Vielen Dank für Ihre jahrelange Treue!
Das Team von Schreiberglas.de / vormals Glas-per-klick.de
Butzen - Butzenscheiben in der ganzen Breite der Möglichkeiten - mundgeblasen, geschleudert, gepresst
Butzenscheiben für Butzenfenster können auf verschiedene Weise hergestellt, dadurch unterscheiden sich auch die Preise erheblich. Die klassischen echten Glasbutzen sind zarte, mundgeblasene Gebilde - ebenso brillant wie mundgeblasenes Antikglas. Ursprünglich dienten die klaren Butzen oder meist leicht grünlich getönten Glas-Butzen komplette Fensterverglasungen herzustellen. Später fanden die Butzenscheiben oft Verwendung als meist farbige Zierelemente in Mosaikverglasungen der Jahrhundertwende. Viele unserer hier angebotenen Glasbutzen entstammen einem alten Fundus und sind mundgeblasene Raritäten, wie sie heutzutage nicht mehr hergestellt werden. Gerade aber für Restaurierungen und stilechten Neuanfertigungen von Verglasungen der Gründerzeit werden solche seltenen Butzen benötigt. |
Auch die riesigen Mondglasscheiben sind aus der Familie der mundgeblasenen Butzen und dienten zur Herstellung von Flachglas für Fensterscheiben. Letzte Exemplare können im Glaslager SCHREIBER-BERLIN bewundert werden. |
Mundgeblasene, echte Butzenscheiben erkennen Sie an folgenden Merkmalen:
zarte, leichte Gebilde, mit umgeschlagenem Rand und dem Abriss des Hefteisens in der Mitte (Nabel / kann mit
Kröselzange noch bearbeitet werden falls zu hervorstehend).
Saubere Glasbutzen sind brillant und funkeln im Licht. Es gibt viele dezente Farbtöne und jede Butze changiert im Farbton von der dunkleren Mitte zum helleren Randbereich. Wie werden die Butzen hergestellt?
Herstellung mundgeblasener Butzenscheiben:
Ein Posten Glas wird mit der Glasmacherpfeife aufgenommen und zur Kugel aufgeblasen. Dann wird gegenüber der Glasmacherpfeife das vorgewärmte Hefteisen (ein Stab aus Stahl) angesetzt, die Pfeife wird abgeschlagen und das so entstandene Loch unter schnellem Hin- und Herdrehen des Hefteisens geweitet. Hat die Butzenscheibe ihre endgültige Form erreicht, wird sie vom Hefteisen abgeschlagen und ist fertig - halt, sie muss noch in den Kühlofen, denn sie soll ja nicht zerspringen und muss auch schneidbar sein.
Die Herstellung geschleuderter Butzenscheiben ist wie folgt:
Ein Glasstab wird am Ende erhitzt und etwas gestaucht. Die Glasstange wird schnell hin- und hergerollt und das gestauchte Ende meist mittels eines kleinen Holzwerkzeuges ( meist Klotsche genannt ) flach und rund geformt.
Kleine gepresste Butzen werden mittels einer Zange, die eine Negativ-Form der Butze trägt von der am Ende erhitzten dicken Glasstange abgeknipst. Bei großen gepressten Butzen wird ein Glastropfen aus der Schmelze in eine Form gelegt und dann gepresst.
Diese so erzeugten Butzen eignen sich in keiner Weise für Flächenverglasungen, da sie meist ohne Brillanz und grob sind - als einzelne Zierbutzen sind sie aber durchaus brauchbar. Falls wir solches Butzenglas anbieten, erklären wir dies unmissverständlich.
Butzenfenster aus leicht unterschiedlich getönten, mundgeblasenen Butzenscheiben
Eine Butzenverglasung lebt von den leichten Unterschieden in Farbton, Struktur und Maßen der mundgeblasenen Butzen.
Die Butzenscheiben können in einer Fensterverglasung auf verschiedener Weise angeordnet sein. Beliebt ist die versetze Anordnung, auch die gerade Anordnung ist möglich und auf vielen alten Abbildungen zu sehen. Die Zwischenräume der Butzenverglasungen werden mit geschnittenen Zwickeln aus Antikglas oder aus Resten gebrochener Butzen ausgefüllt.
Eine weitere Möglichkeit der stilechten Butzenverglasung ist das Beschneiden der Butzen - z.B. in Sechsecke - dann sind keine Butzenzwickel nötig und es entsteht eine Wabenanordnung. Eine Variation, die oft in Süddeutschland, der Schweiz und Österreich anzutreffen ist.
Eine Verwandte der Butzenscheibe ist die
Tellerscheibe, diese hat jedoch keinen Nabel (Abriss) in der Mitte.